gr. ¥kuloj f. `Eichel' (als `Nahrung', vgl. formal ai. as´u´-s·a-h· `gefr„ig'), ¥koloj `Bissen';
an. agn n. `Lockspeise fµr Fische' (*ak^-no´-), ?¯ja `weiden lassen' (*ahjan).
References: WP. I 112 f. , WH. I 210 f. Page(s): 18Die Zugeh£rigkeit von hitt. e-ku-uz-zi (ekuzi) `trinkt', 3. Pl. a-ku-wa-an-zi, scheint mir nicht unwahrscheinlich. Hierzu auch toch. AB yok-tsi `trinken'. Air. oiche `Wasser' existiert nicht; cymr. aig `Meer' ist eine Neubildung zu eigion aus lat. oceanus.
References: WP. I 34 f. , WH. I 60, 848, Feist 18 f. , Pedersen Hittitisch 128, Tocharisch 190. Page(s): 23Gr. ¢lal£, ¢lala… `hallo, hurra!', ¢lalhtÒj, ¢lalhtÚj `Schlachtruf', ¢lal£zw `stoe den Schlachtruf aus' („hnlich ™leleà `Kriegsruf, Schmerzensruf', ™lel…zw `stoe den Kriegsruf aus'); lit. aluoti `hallo schreien' (Entlehnung aus dem Deutschen nicht nachweisbar) neben alio´ti `durch Geschrei aufscheuchen'; aksl. ole, bulg. olele Interjektion; z. B. Fick I4 356 (nhd. hallo, holla sind dagegen aus dem Imperativ von ahd. halo´n, holo´n `holen' entwickelte Rufworte).
Auf „hnlichem al- scheint zu beruhen lit. nu-alde†´ti `erschallen', uldu´oti `girren' (Bezzenberger BB. 21, 315).
References: WP. I 89. See also: S. die „hnliche Schallwurzel lƒ-. Page(s): 29Beziehung zu *albh- `wei' nimmt Specht Dekl. 68 an.
References: WP. I 92, Jokl Festschrift Kretschmer 78 f. , Kieckers IE. 41, 184, Wahrmann Gl. 17, 253. Page(s): 29lat. albus `wei', umbr. alfu `alba', osk. Alafaternum `Alfaternorum', pr„lig. Alafis `Albius' (und viele andere Namen z. T. etruskischer Pr„gung sowohl auf Grund der osk. -umbr. Lantgebung alf-, als der lat. alb-, s. Schulze Lat. Eig. 119 f. ; etr. Aussprache von lat. albus mu auch das von Paul. Diac. 4 L. als sabinisch bezeichnete alpum sein); dazu albula, alburnus `Weifisch', albarus `Weipappel', alb³cus `Asphodillpflanze' usw. ;
cymr. elfydd m. `Erde, Welt' aus *albi´i¸o- (vgl. aksl. sve¹tú `Licht, Welt');
ahd. albiz, elbiz, ags. aelbitu, ielfetu, anord. elptr, o§lpt f. (germ. *al?-it-, -ut-) `Schwan', (Formans -d- in Tierbezeichnungen: s. Brugmann Grdr. II2 1, 467, Charpentier KZ. 40, 433 f. , Specht Dekl. 229; ebenso:) aksl. lebedü, russ. lebedü lebjadü, im Ablaut zu poln. šabe§dz´, serb. la?bud, ‰ech. labud' `Schwan' (ursl. *olb-edü, -e§dü, -o§dü, vgl. zu letzterer Suffixform lit. bal-an~dis `Òaubå', eigentlich `die weie'; s. Meillet Et. 322, MSL. 14, 377, Schulze SBprAk. 1910, 800 = Kl. Schr. 122 f. ; nach der Farbe benannt russ. lebeda´, poln. lebioda, šoboda `Melde', Lide´n Stud. 97); ndl. alft, elft `Weifisch' (formal = ahd. usw. albiz `Schwan'; Lehnworte aus lat. albula sind dagegen trotz Falk-Torp 189 f. mhd. albel `Weifisch', nhd. Albe, nd. alf, albe `Weifisch'), vgl. lat. alburnus ds. ;
nhd mdartl. Alben `kalkhaltiger Sand unter der Fruchterde', schwed. mdartl. alf ds. ;
wahrscheinlich auch anord. alfr, ags. ?lf, engl. elf (woraus nhd. Elf m. , Elfe f. entlehnt), mnd. alf `Àlp, Mare, b£ser Geist', mhd. nhd. Alp, Pl. die Alben (ursprµngl. wohl `weiliche Nebelgestalten'), sowie ahd. alba `Insektenlarve, locusta quae nondum volavit', ndl. elften f. Pl. `Engerlinge', norw. alma ds. (m aus dem Gen. Pl. *albna, woraus *almna). S. zu diesen germ. Worten bes. Falk-Torp unter aame (4, 1428), al (19, 1431), alv (22, 1431), elv I (188 f. , 1454), emd (189, 1454); als `Weiwasser' auch der Name der Elbe (lat. Albis, Albia, aus germ. *Al?–, Gen. Al?i¡z =), anord. elfr `Flu' und Fluname (dazu wohl auch mnd. elve `Flubett'), vgl. die gall. FlN Albis, Albƒ (heute Aube; Gegensatz Dubis, Dubƒ, d. i. `Schwarzwasser'), lat. Albula, gr. 'AlfeiÒj (s. bes. Schulze SBprAk. 1910, 797 = Kl. Schr. 120).
Fraglich ist dagegen, ob oder in welchem Umfange Namen wie gall. -lat. Albi¡n, mir. Albbu, Gen. Albban (St. *Alb-i¸en-) `Britannien' (zu cymr. elfydd? oder von den weien Kreidefelsen?), lat. AlpŒs, –Alpeij (alti montes?) und die auf ital. , ligur. und kelt. Gebiete h„ufigen Ortsnamen wie Alba, Albium u. dgl. auf den Begriff `wei' zurµckgehen oder aber nichtidg. Herkunft sind (Bertoldi BSL. 32, 148, ZrP. 56, 179 f. ).
Arm. ašauni `Taube', kaum fµr *alabh-n- (Bugge KZ. 32, 1, Pedersen KZ. 38, 313), s. unten. U¨ber die Zugeh£rigkeit von *albhi- `Gerste' s. d.
Hett. al-pa-a´« (alpas) `Wolke' geh£rt vielleicht trotz Couvreur (H¸ 106, 149) hierher.
Zum Ablaut: neben *albho-s scheint eine zweisilbige Wzf. vorzuliegen in gr. ¢lwfÒj (auch ™lefit…j?) und arm. ašauni, und dazu stimmte die slav. Intonation (serb. la?b³d), s. Osthoff IF. 8, 64 f. , Pedersen aaO. Da ferner -bho- ein in Farbenbezeichnungen h„ufiges Suffix ist (z. B. lat. galbus lit. rai~bas `bunt' neben rai~nas; Brugmann Grdr. II2 1, 388 f), ist *albhos auf die einsilbige Wz. *al- beziehbar und dµrfte andrerseits ¢lwfÒj nach Brugmann aaO. zu lit. al~vas `Zinn' (`weies Metall'), apr. alwis `Blei', russ. o´lovo `Zinn' (aus idg. *alu¸o-? Die bait. Entsprechungen sind nach Niedermann aus dem Slav. entlehnt) in einem „hnlichen Verh„ltnis stehen, wie gr. korw-nÒj zu lat. curv-us, ai. palƒ-la-h· (: palƒv-ah·) zu apr. pelwo, also auf eine Wzf. *al¡[u]-: *alu-: *alu- (in arm. ašawni und den slav. Worten) zurµckgehen; gr. ™lefit…j reicht bei den Umbildungen, denen Tier- und Pflanzennamen µberall ausgesetzt sind, nicht aus, um daneben noch ein *ale-bh- zu sichern;
hierher als `die gl„nzende' gall. alausa `Maifisch, Alse' (frz. alose, span. alosa), vgl. auch die gall. GN Alaunos, Alounae, brit. FlN Alaunos (nengl. Aln), cymr. PN Alun sowie arm. ašauni `Taube' aus *alu-n-.
Eine Stammform ali- `wei' ist nicht nachweisbar, trotz Specht Dekl. 114, da hett. ali- `wei' sehr unsicher scheint (Couvreur H¸ 149 f. , Friedrich IF. 58, 94) und gr. ¢l…faloj, ¢l…fata, ¥lix anders zu erkl„ren sind.
Hierher aber wohl (als `hellgelbe Pflanze') hisp. -lat. ala `inula, Alant' (Isid. ), span. -portug. ala ds. , dazu mit -nt-Suffix ahd. alant ds. , damit etymologisch identisch der Fischname ahd. alunt (jµnger alant), as. alund `Weifisch, Alant' = (mit gramm. Wechsel) aisl. -o§lunn `ein Fisch', idg. Grundform *al-n•t-/*al-ont-. Die ursprµngliche Bedeutung von al- ist wohl `wei, gl„nzend', daher dann auch `hellgelb' usw.
Eine genaue Trennung der Bedeutungen von al- und el- ist nicht immer m£glich, weshalb Specht (Idg. Dekl. 59, 160) beide St„mme fµr ursprµnglich identisch erkl„rt, also al- als el- auf el- zurµckfµhrt, womit år ferner (aaO. 114) die Farbwurzel ar- (s. unten areg^-), er- identifiziert.
References: WP. I 92 ff. , WH. I 26 f. Page(s): 30 - 31Dazu baltoslav. *aldii¸ƒ- in ksl. ladiji, alúdiji f. `Kahn', lit. aldija°, eldija° f. `Flukahn', auch lit. eldije†~le† `R„ucherpfanne'.
Norw. lodje `russisches Fahrzeug', schwed. lodja, mnd. lod(d)ie, loddige sind aus russ. šodüja´ (= asl. ladiji) entlehnt. Falk-Torp 652 (s. auch 789 unter`olde').
References: WP. I 92, WH. I 35, Trautmann 6. Page(s): 31 - 32ags. ealgian `schµtzen, verteidigen' (*alg¡jan); got. alhs (f. , kons. St. ) `Tempel', ags. ealh, as. alah m. ds. , urnord. -run. aluh `Amulett' (?), alit. elkas, al~kas m. `heiliger Hain, Stelle auf einem Hµgel, wo man frµher Opfer verrichtet hat', lett. e°lks m. `G£tze' (die germ. und balt. Worte ursprµngl. `heiliger, abgeschlossener oder der Nutznieung entzogener Hain');
toch. Â alƒsk `beseitigen'.
References: WP. I 89 f. See also: S. die „hnliche Wz. areq- `verschlieen, schµtzen'. Page(s): 32
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